22.10.2009 Was zum Geier hab ich hier eigentlich zu suchen? V

Es ist Nacht. Ich wache auf. Normalerweise ist mein Schlaf sehr tief, allerdings nicht wenn ich getrunken habe und das tue ich seit ein paar Tagen, genauer gesagt seit ich bei Kumar bin und er jeden Abend Wein von der Arbeit mitbringt. Ich bin nicht ganz wach. Es ist eher ein Dämmerschlaf. Aber irgendetwas stimmt nicht. Etwas ist seltsam.

Neben mir bewegt sich etwas auf der Matraze. Ich höre Kumar atmen. Mit einem Mal bin ich hellwach – und sauer. Ich jage ihn aber nicht weg. Ich mache ihn nicht darauf aufmerksam, dass ich wach bin. Nein, ich bleibe still liegen. Ich weiß nicht warum. Ich will kein Fass aufmachen.

Ich kralle mich fester in die Decke und rücke von ihm weg, an die Kante der Matraze. Ich höre in das Schwarz der Nacht. Ich höre ihn noch immer atmen. Ich ziehe die Enden der Bettdecke zu mir, umklammere sie als wolle ich sagen: «Das ist meine, und du kannst da von mir aus frieren.»

Es scheint zu wirken. Ich merke die Bewegungen der Matraze. Er steht auf. Der Parkett-Boden knackt unter dem Gewicht seiner Bewegungen. Irgendwo aus der Ecke des Zimmers, in dem sein Bett steht, höre ich ihn fluchen. Ja, fluch du nur!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.