22.10.2009 Was zum Geier hab ich hier eigentlich zu suchen? VI

Ich wache auf als sein Wecker klingelt. Ich muss wohl doch eingeschlafen sein. Nachdem er von meiner Matratze aufgestanden und in sein eigenes Bett gegangen war, habe ich noch wach gelegen und darauf geachtet, was als nächstes passieren würde.

Sein Wecker klingelt. «Na endlich!», denke ich. Jetzt geht er endlich arbeiten und ich kann entspannt weiter schlafen. Es tut sich nichts. Nichts regt sich, abgesehen davon, dass er den Wecker ausstellt. Zu früh gefreut. Er schläft weiter. Draußen ist es schon hell. Irgendwann will ich einfach aufstehen, duschen und frühstücken gehen.

Als er endlich aufsteht, ist es halb elf. Ich stehe auf, sammle meine Sachen zusammen und will mich auf den Weg machen, mein Frühstück von gestern zum täglichen Ritual werden zu lassen, zumindest hier in Montpellier.

Die Tür geht auf. Es ist Kumar, mit Kaffee und Nutella. Hatte er seinen nächtlichen Ausflug auf meine Matratze mitbekommen? Ich spreche es nicht an, aber ich bin mir sicher, dass das kein Nachtwandel war. Hat er bemerkt, dass ich wach war?

Ich bin wütend. Die Situation ist mir unangenehm. Meine Überlegungen nach Strategien, was in diesem Fall zu unternehmen sei, führen ins Leere. Am Ende unternehme ich nichts. Ich sehe mir den Rest der Stadt an und verbringe eine weitere Nacht in seinem Zimmer.

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