22.10.2009 Was zum Geier hab ich hier eigentlich zu suchen? VIII

Ich sollte an dieser Stelle bemerken, dass es mindestens zwei Arten von Männern gibt: eine ist einfach nur abstoßend. Ich will diesen Typus nicht näher erläutern.

Ein anderer Typus Mann ist süß wie ein neugeborener Hundewelpe. Mit ihm kann man sich gut unterhalten und man trifft ihn gerne auf einen Kaffee, auf der Straße oder hilft ihm dabei, eine Freundin zu finden. Hin und wieder verliebt man sich auch in einen dieser Welpen, was spätestens dann zum Problem wird, wenn man der dritten Gattung Mann begegnet.

Der Körper dieser Männer ist genau richtig. Er ist vor allem selbstbewusst. Er weiß, warum ihn die Frauen ansehen. In meinem Fall hat er entweder strahlend blaue oder warme braune Augen. Diese Kombination schließlich ist das fatale. Ich bin gleichzeitig angezogen und abgestoßen von diesen Männern. Ich lasse kein Begehren durchscheinen. Ich gebe mich kühl; bin es nicht gewohnt, auf diese Weise zu flirten.

Kumar ist ein Vertreter des letzten Typs. Wenn er sich in meinem Beisein in seinem Zimmer umzieht, sehe ich dezent weg. Hin und wieder aber sehe ich doch hin. Bei dem Anblick seines nackten Oberkörpers fallen mir die Worte ein, mit denen Marguerite Duras den Körper ihres Liebhabers beschreibt: «Seine Haut ist von prachtvoller Zartheit. Der Körper. Der Körper ist mager, kraftlos, ohne Muskeln, er könnte krank gewesen sein, nun auf dem Wege der Genesung, er ist unbehaart, ohne ein Zeichen von Männlichkeit (...), er ist sehr schwach, er scheint der Willkür von Kränkungen ausgeliefert worden zu sein, leidend.»

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