22.10.2009 Was zum Geier hab ich hier eigentlich zu suchen? II

Ich stehe auf von meinem Tisch und fange an zu laufen. Von gestern Abend weiß ich, wie ich in die Innenstadt komme. Die ist nicht weit, also laufe ich. Ich muss mein Geld sparen und wer fährt schon Bus wenn er keine Eile hat und in einer neuen Stadt ist? Ich jedenfalls nicht.

Hinter der ersten Ecke wartet schon das erste Kuriosum auf mich: Ein riesiges Aquädukt, mitten in der Stadt. Ich fotografiere es. So, wie ich alles fotografiere, was mir neu, ungewohnt und daher würdig erscheint, fotografisch festgehalten zu werden. Das Aquädukt endet in einem hochgelegenen Garten, oder Park, den « Jardins de Peyrou ». Ich laufe durch die Gärten hindurch, mache Fotos, blättere im Reiseführer.

Ich bekomme Hunger. Es geht mittlerweile auf zwölf Uhr zu. Die Restaurants nehme ich gar nicht erst in meine Alternativen auf und Fast-Food auch nicht, denn wer isst schon beim Restaurant zur Goldenen Möwe, wenn er im Schlaraffenland ist? Und das ist für mich Frankreich: Käse, Brot, Paté und Pasteten, Mousse au Chocolat, Crème Brulée und guten Rotwein, der hier in der Gegend am besten sein soll.