13.11.2009 – Nicht zurück gehen

CIMG4842Erschöpft von dem Spurt lasse ich mich auf eine Bank fallen. Es braucht ein paar Minuten, bis ich überhaupt etwas anderes höre, als das Pochen meines Herzens. Dann lausche ich in die Nacht. Was ist zu tun? Mein Gepäck steht noch in Felix’ Wohnung. Finde ich wieder dorthin? Weiterlesen

13.11.2009 – Nothing Toulouse

In den Straßen draußen ist es kalt und ungemütlich feucht. Trotzdem schlängeln sich viele Leute den Weg durch die schmalen Straßenzüge. Sébastien zieht mich durch die Straßen und ich folge. Wir sind in der Nähe des Canal de Midi, aber das ist man ja überall in Toulouse. Weiterlesen

13.11.2009 – Ein letztes Mahl

Ich gebe nach, lasse ihn. Wir liegen auf dem Bett. Es ist anders als beim letzten Mal. Wir liegen nur da, sehen uns an. Wir berühren uns nicht. Niemand sagt ein Wort. Wir sehen uns in die Augen, wir verstehen uns auch so. Ich betrachte seinen Körper, der morgen nicht mehr mir gehören wird, der schon jetzt nicht mehr der Meine ist. Weiterlesen

12.11.2009 – Sex ist Krieg

Erst als wir im Marktcafé den ersten Café bestellt haben bricht aus ihm heraus, was ich ihm den ganzen Weg über angesehen habe:

«Warst Du eifersüchtig?»
«Ja.» Weiterlesen

12.11.2009 – C’est la guerre!

Alles, woran ich mich erinnere sind Hände: Überall Hände um mich herum, fremde Hände auf fremden Körpern und eine berauschende Fülle an Körperkontakten. Wir lassen uns erschöpft nebeneinander fallen. Ich liege in der Mitte, Lise und Sébastien in jeweils einem Arm. Weiterlesen

11.11.2009 – La maison de Lisette

Es ist in einem Reihenhaus etwas außerhalb der Innenstadt. Wir können bequem hinlaufen. Wir sind trotzdem langsam. Wir kommen kaum voran, weil wir immer wieder anhalten, uns küssen, uns eng umschlungen in Hauseingängen herumdrücken. Weiterlesen

11.11.2009 – La nocturne des Augustins

Sébastien zahlt für uns beide. Wir verlassen das Restaurant. Ich bin ein bisschen beschwippst vom Wein. Wir wollen beide wieder zurück nach hause, aber noch ist es zu früh dafür. Ich will doch noch etwas von Toulouse sehen. Auf dem Weg zurück kehren wir im «l’Impôt» ein. Weiterlesen

11.11.2009 – La douceur d’a(i)mer

Die Karamellkruste der Crème Brûlée stoße ich mit dem Löffel auf wie einst Amélie in diesem sagenhaften Film. Die Schale ist riesengroß und ich wünschte, es gäbe mehr dieser üppigen Portionen von Crème Brûlée auf diesem Planeten. Irgendwie ist das für mich die Erfüllung. Einen Himmel brauche ich nicht. Ich brauche nur Frankreich und das Essen hier. Weiterlesen

11.11.2009 – Waffenstillstand

Die Sonne ist bereits untergegangen, als wir die Wohnung verlassen. Es muss geregnet haben. Draußen glitzern die Straßen, spiegeln die Neonreklamen aus den Schaufenstern und die Straßenlaternen. Heute ist «Armistice», der Festtag des Waffenstillstands und Gedenktag der Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Weiterlesen

11.11.2009 – Aufgewacht

Ich kann die Uhrzeit auf meinem Handy kaum entziffern. Meine Augen sind vor Tränen noch ganz verklebt. Ich muss sie wegwischen, wenn ich etwas erkennen will. Halb vier am Morgen. Die Zahlen auf dem Display brennen sich in meine Netzhäute. Weiterlesen