13.11.2009 – Nur weg!

Wir wollen nicht nach hause. Ich will nicht nach hause. Ich will nicht dahin zurück, wo meine Taschen stehen. Ich würde nur dasitzen können, die Uhr anstarren, die Taschen, Sébastien und darauf warten, dass die Zeit ablaufen würde, und ich in zum Bahnhof gehen und in den Zug nach Bordeaux steigen kann. Weiterlesen

13.11.2009 – Alles bleibt gleich

«Ich werde morgen Abend nicht mehr bei dir sein.»

«Du willst nach Bordeaux fahren.»

«Und von da zurück nach Hause, nach Mannheim.»

«Ja, das hast du beschlossen.»

«Ich werde dich nicht mehr wiedersehen können.» Weiterlesen

13.11.2009 – Ein letztes Mahl

Ich gebe nach, lasse ihn. Wir liegen auf dem Bett. Es ist anders als beim letzten Mal. Wir liegen nur da, sehen uns an. Wir berühren uns nicht. Niemand sagt ein Wort. Wir sehen uns in die Augen, wir verstehen uns auch so. Ich betrachte seinen Körper, der morgen nicht mehr mir gehören wird, der schon jetzt nicht mehr der Meine ist. Weiterlesen

13.11.2009 – Aux Larmes Après la Bataille

Die Stille, die sich bei dem Frühstück zwischen uns breit gemacht hat, verschwindet, als die Tür zu Felix’ Wohnung hinter uns ins Schloss fällt. Wir sind beide noch sehr verschlafen von der letzten Nacht. Ich will nur ins Bett und schlafen, so müde bin ich.

«He!» ich komme nur ein zwei Schritte weit in Richtung Schlafzimmer, bevor Sébastien mich am Arm packt und festhält. Weiterlesen

12.11.2009 – Sex ist Krieg

Erst als wir im Marktcafé den ersten Café bestellt haben bricht aus ihm heraus, was ich ihm den ganzen Weg über angesehen habe:

«Warst Du eifersüchtig?»
«Ja.» Weiterlesen

11.11.2009 – La Confession

Mit dieser Bestätigung meines Verdachts nach dieser Ansage, erscheint es mir plötzlich gar nicht mehr schlimm, meine Beziehung zu verheimlichen. Ich fürchte nicht einmal mehr die Reaktion, die mein Geständnis hervorrufen würde, berichtete ich von dem Freund, der zuhause, in Deutschland – in Mannheim – sitzt und auf mich wartet. Weiterlesen

11.11.2009 – La maison de Lisette

Es ist in einem Reihenhaus etwas außerhalb der Innenstadt. Wir können bequem hinlaufen. Wir sind trotzdem langsam. Wir kommen kaum voran, weil wir immer wieder anhalten, uns küssen, uns eng umschlungen in Hauseingängen herumdrücken. Weiterlesen

11.11.2009 – La nocturne des Augustins

Sébastien zahlt für uns beide. Wir verlassen das Restaurant. Ich bin ein bisschen beschwippst vom Wein. Wir wollen beide wieder zurück nach hause, aber noch ist es zu früh dafür. Ich will doch noch etwas von Toulouse sehen. Auf dem Weg zurück kehren wir im «l’Impôt» ein. Weiterlesen

11.11.2009 – La douceur d’a(i)mer

Die Karamellkruste der Crème Brûlée stoße ich mit dem Löffel auf wie einst Amélie in diesem sagenhaften Film. Die Schale ist riesengroß und ich wünschte, es gäbe mehr dieser üppigen Portionen von Crème Brûlée auf diesem Planeten. Irgendwie ist das für mich die Erfüllung. Einen Himmel brauche ich nicht. Ich brauche nur Frankreich und das Essen hier. Weiterlesen

11.11.2009 – Waffenstillstand

Die Sonne ist bereits untergegangen, als wir die Wohnung verlassen. Es muss geregnet haben. Draußen glitzern die Straßen, spiegeln die Neonreklamen aus den Schaufenstern und die Straßenlaternen. Heute ist «Armistice», der Festtag des Waffenstillstands und Gedenktag der Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Weiterlesen